About Sina

Eine großartige Pianistin.

Fono Forum

Den Auftakt zu Sina Klokes künstlerischen Karriere liefert der Vater: als er das C-Dur-Präludium aus Bachs „Wohltemperierten Klavier“ spielt, ist das fünfjährige Mädchen so fasziniert, dass sie sich ganz ohne Noten die Töne so lange auf dem Klavier zusammensucht, bis sie das Stück selbst spielen kann. Ihre leidenschaftliche Klang-Suche führt Sina Kloke wenige Jahre später zu den größten Klavierpädagogen und pianistischen Impulsgebern ihrer Zeit: Pavel Gililov und Arbo Valdma (Hochschule für Musik und Tanz Köln) sowie Matti Raekallio (Juilliard School in New York). Sie besuchte zudem Meisterkurse bei Dimitri Bashkirov, Karl-Heinz Kämmerling und Paul Badura-Skoda.

Seither gastiert sie in den großen Konzertsälen der Klassik-Welt: Elbphilharmonie Hamburg, Konzerthaus Berlin, Kölner Philharmonie, Tonhalle Düsseldorf, Philharmonie im Gasteig in München, Semperoper Dresden, Musikverein Wien, Carnegie Hall New York, KKL Luzern oder Krakauer Philharmonie. Für die kommende Saison sind Debüts u.a. in der Wiener Staatsoper geplant.

Neben der Musik entdeckt Sina Kloke bereits im frühen Kindesalter auch die Magie der Sprache: sie bringt sich Lesen und Schreiben selbst bei und beginnt, zahlreiche Audio-Kassetten mit Sprach- und Musikaufnahmen zu füllen.

Heute nutzt die Pianistin ihr sprachliches Talent in ihren Konzerten, gerade wenn es darum geht, Musik in den Kontext gesellschaftlichen Geschehens zu stellen:

„Jedes Konzert braucht eine Vision. Dabei lege ich Wert auf ein breites Programm, das neben bekannten klassischen Werken auch Neues wagt. Der reine Musikgenuss ohne Worte kann hier ebenso vermitteln, wie ein moderiertes Format.“

Sina Klokes besondere Programm-Ideen begeistern Publikum und Kritik:

„Ein Programm zu bauen, das aufs Vertraute verzichtet und den Hörer trotzdem mitnimmt, ist kein so ganz leichtes Unterfangen. Sina Kloke hat diese selbst gestellte Aufgabe bravourös gemeistert – und damit die Grundlage für ein starkes Elbphilharmonie-Debüt gelegt. Der Beziehungsreichtum, den die Pianistin mit ihrer Auswahl hergestellt hatte, verdichtete sich unter ihren Händen zu einer sinnlichen Reise.“  (Hamburger Abendblatt)

Sina Kloke gastiert bei den großen Festivals wie dem Schleswig- Holstein Musik Festival, Beethovenfest Bonn, Moritzburg Festival in Dresden, George Enescu Festival in Bukarest. Sie ist dabei nicht nur als Solistin gefragt, sondern auch als Kammermusikpartnerin, z.B. von Mitgliedern der Wiener Philharmoniker, des WDR Sinfonieorchesters oder der Staatskapelle Dresden.

Sie arbeitete u.a. mit den Dirigenten Ekkehard Klemm, Leon Fleisher und Salvatore di Vittorio. Zu Beginn des Jahres debütierte sie mit Beethoven’s Chorfantasie als Solistin des Projektorchesters der Universität Bonn und des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks.

Sina Kloke ist zudem eine gern gesehene Jurorin internationaler Wettbewerbe und gibt Meisterklassen weltweit.

Künstlerin zu sein, bedeutet für Sina Kloke, immer in Bewegung zu bleiben und traditionelle Aufführungsformate und Konzert-Dramaturgie neu zu denken:

Wir müssen diverser denken – sei es bei der Besetzung eines Orchesters oder der Gestaltung von Programmen. Viele starke KünstlerInnen und große Werke wurden historisch ausgeklammert und wir machen das einfach so weiter. Musik ist universell und wir brauchen in jeder Hinsicht mehr Vielfalt.“

Gemeinsam mit der Mezzosopranistin Marta Wryk und dem Projekt „Mothers. Lovers. Revolutionists.“ engagiert sich die Pianistin für die Sichtbarkeit von Komponistinnen.

Ein besonderes Interesse gilt außerdem Komponisten, die in ihrer Musik eine humanistische Haltung zum Klingen bringen wie Ludwig van Beethoven oder George Enescu. Letzterem hat sie ihre Debüt-CD beim Label MDG gewidmet („Eine faszinierende CD“, Le Monde).

Humanismus gehört für die Pianistin nicht nur in den Konzertsaal, sondern ins tägliche Leben. Ihr Engagement, u.a. für UNICEF und in der Flüchtlingshilfe, sowie die Gründung des Vereins „Glow Up · Demokratie stärken“ und künstlerische Planung des gleichnamigen Demokratie-Festivals, welches Kultur mit politischer Bildung verbindet, unterstreichen ihren Anspruch, Kunst nicht nur als kreative, sondern auch als gesellschaftliche Kraft zu verstehen.